doch

/dɔx/
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Ein kleines deutsches Gegensatzwort, das aber oder dennoch bedeuten kann, eine Erwartung korrigiert, eine Aussage mit Erinnerung oder Nachdruck färbt oder eine verneinte Frage bejaht.

Beispiele

  • Hast du keinen Hunger? – Doch.
  • Du kommst nicht mit? – Doch.
  • Der Plan war riskant, doch er funktionierte.
  • War das nicht zu teuer? – Doch.
  • Sind keine Plätze frei? – Doch.

Ähnliche Wörter

gewiss
immerhin
halt
letztlich
ja
sicher
dennoch
schließlich
gleichwohl
dennoch

Bedeutungen

Gegensatz mit aber oder jedoch

conjunction
communication
neutral
Verbindet zwei Aussagen mit einem Gegensatz, ähnlich wie aber, jedoch oder hingegen.

Verwendung

Doch verbindet Hauptsätze, wenn der zweite Satz einen deutlichen Gegensatz zum ersten setzt.

Beispiele

  • Ich wollte kommen, doch der Zug fiel aus.
  • Sie war müde, doch sie blieb bis zum Ende.
  • Das klingt einfach, doch es braucht Übung.
  • Der Plan war riskant, doch er funktionierte.
  • Viele zweifelten, doch das Team machte weiter.
  • Er hatte wenig Zeit, doch er half uns.
  • Die Straße war glatt, doch niemand wurde verletzt.

Häufige Fehler

Doch ersetzt nicht jedes einfache aber.
IncorrectCorrect
Ich komme nicht, doch ich bleibe zu Hause. Ich komme nicht, aber ich bleibe zu Hause.
Doch ich hatte keine Zeit. Aber ich hatte keine Zeit.
Sie ist klein, doch auch leicht. Sie ist klein und auch leicht.
Er war krank, doch blieb er im Bett. Er war krank, deshalb blieb er im Bett.

Ähnliche Wörter

Entgegen der Erwartung

adverb
everyday
neutral
Zeigt, dass etwas trotz einer anderen Erwartung geschieht oder sich als wahr erweist.

Verwendung

Doch steht im Satz, wenn ein Ergebnis überraschend eintritt oder einer Erwartung widerspricht.

Beispiele

  • Trotz allem hat sie es doch geschafft.
  • Ich dachte, der Laden sei geschlossen, aber er war doch offen.
  • Wir wollten absagen, sind dann aber doch gefahren.
  • Er hatte Angst, ging aber doch auf die Bühne.
  • Das Kind schlief zuerst nicht, wurde dann doch müde.
  • Nach vielen Fehlern fand ich doch die richtige Lösung.
  • Die Nachricht klang falsch, erwies sich aber doch als wahr.

Häufige Fehler

Doch wird falsch als neutrales Zeitwort benutzt, obwohl es meist eine Erwartung aufgreift.
IncorrectCorrect
Ich komme doch gestern. Ich bin gestern doch gekommen.
Am Ende hat sie doch verloren, obwohl sie gewann. Am Ende hat sie doch gewonnen.
Das war doch gestern, um die Uhrzeit zu nennen. Das war gestern.
Ich habe doch den Bus verpasst, aber ich erwartete es. Ich habe den Bus verpasst.

Ähnliche Wörter

Modaler Nachdruck und Haltung

adverb
communication
informal
Fügt einer Aussage, Frage, Aufforderung oder einem Wunsch eine Haltung hinzu, etwa Erinnerung, Nachdruck, Abschwächung oder Ungeduld.

Verwendung

Doch als Modalpartikel passt nur, wenn der Satz eine Haltung tragen soll, nicht als bloßes Füllwort.

Beispiele

  • Das weißt du doch.
  • Komm doch kurz her.
  • Das ist doch nicht dein Ernst.
  • Du hast doch den Schlüssel?
  • Wenn er doch endlich käme!
  • Lass uns doch morgen fahren.
  • Ich habe dir doch geholfen.

Häufige Fehler

Doch steht in Hauptsätzen oft an der falschen Stelle.
IncorrectCorrect
Doch das weißt du. Das weißt du doch.
Komm aber kurz her. Komm doch kurz her.
Das ist doch nicht dein Ernst, ohne Einwand. Das ist nicht dein Ernst.
Du hast den Schlüssel doch? Du hast doch den Schlüssel?

Ähnliche Wörter

Ja auf eine negative Frage

interjection
conversation
neutral
Bejaht eine negative Frage oder Aussage und widerspricht damit der Verneinung.

Verwendung

Doch steht allein, wenn eine negative Frage mit ja beantwortet werden soll.

Beispiele

  • Hast du keinen Hunger? – Doch.
  • Du kommst nicht mit? – Doch.
  • Ist das nicht dein Buch? – Doch.
  • Hast du sie nicht angerufen? – Doch.
  • Du hast es nicht gesehen? – Doch.
  • Sind keine Plätze frei? – Doch.
  • War das nicht zu teuer? – Doch.

Häufige Fehler

Doch wird bei negativen Fragen mit ja und nein verwechselt.
IncorrectCorrect
Hast du keinen Hunger? – Ja. Hast du keinen Hunger? – Doch.
Du kommst nicht mit? – Nein. Du kommst nicht mit? – Doch.
Ist das nicht dein Buch? – Ja. Ist das nicht dein Buch? – Doch.
Du hast es nicht gesehen? – Doch. Du hast es nicht gesehen? – Nein.

Ähnliche Wörter

Verwendung

Doch richtet sich nach dem ganzen Satz, weil seine Wirkung aus Gegensatz, Erwartung oder einer vorherigen Verneinung entsteht.

Häufige Fehler

Doch wird oft dort eingesetzt, wo ein einfaches aber, ja oder nein gemeint ist.

Etymologie

Aus mittelhochdeutsch doch und althochdeutsch doh oder thoh, aus einer urgermanischen Form, die auch in altenglisch þēah erscheint, der Quelle von englisch though.

FAQ

Was bedeutet doch?

Doch kann aber, jedoch, dennoch oder ein bestätigendes ja nach einer negativen Frage bedeuten und als Modalpartikel Haltung ausdrücken.

Ist doch dasselbe wie aber?

Nein. Aber ist der einfache Gegensatz, während doch oft Widerspruch, Erwartung oder eine modale Färbung mitbringt.

Wie funktioniert doch als Modalpartikel?

Doch erinnert, verstärkt, mildert eine Aufforderung, zeigt Ungeduld oder legt nahe, dass Zustimmung erwartet wird.

Wann ist doch eine Antwort?

Doch bejaht eine verneinte Frage, etwa Hast du keinen Hunger? – Doch.

Kann doch dennoch bedeuten?

Ja. In Sätzen wie Sie ist doch gekommen zeigt doch, dass etwas entgegen der Erwartung eingetreten ist.

Wo steht doch im Satz?

Als Adverb oder Modalpartikel steht doch meist im Satzinneren, oft nach dem finiten Verb und nach Pronomen.

Ist doch formell?

Die Konjunktion ist neutral, viele Modalpartikel-Verwendungen sind besonders typisch für gesprochene und informelle Sprache.

Welche Wörter sind mit doch verwandt?

Nahe Wörter sind aber, jedoch, dennoch, trotzdem, ja und schon, aber keines deckt alle Verwendungen ab.

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